{"id":10249,"date":"2022-04-21T12:56:49","date_gmt":"2022-04-21T10:56:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.geradezu.de\/?p=10249"},"modified":"2022-04-24T17:38:18","modified_gmt":"2022-04-24T15:38:18","slug":"duell-mit-nassem-pulver-und-spannenden-aussichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.geradezu.de\/?p=10249","title":{"rendered":"Laues Duell &#8211; spannende Aussichten"},"content":{"rendered":"<p>Der Amtsinhaber mit galanter H\u00f6flichkeit, aus der er allerdings manchmal hinaustrat. Ein typischer Pr\u00e4sident der Republik mit den dazugeh\u00f6rigen monarchistischen Z\u00fcgen, nat\u00fcrlich herablassend bis arrogant. Nicht neu. So behandelte einst Mitterrand schon Chirac. Das Amt macht den Menschen. Wobei Mitterrand echte Gr\u00f6\u00dfe hatte, die Franzosen niemals verachtete. Bei Macron sind sich viele Franzosen darin nicht so sicher. (So er die Wahl wider Erwarten verliert, m\u00fcsste er neben seiner Politik auch die gro\u00dfe Distanz, die er und viele Franzosen trennt, auf seine eigene Schuldliste setzen.) Macron kennt die Franzosen nicht sonderlich gut. Er ist eben Teil der elit\u00e4ren und abgehobenen Oberschicht. Sein Interesse an der Masse und den weniger beg\u00fcterten Landsleuten war zu keiner Zeit sonderlich ausgepr\u00e4gt. In Wahlzeiten wird Alltagsinteresse von ihm gespielt und aufgef\u00fchrt. So etwas k\u00f6nnen selbst ausgewiesene Gegner von Le Pen dieser nicht unterstellen. Sie ist auch Teil der Oberschicht, gaukelt im Wahlkampf ebenfalls viel vor. Allerdings ist sie aktuell wenigstens permanent unter den Leuten, wei\u00df sogar um deren N\u00f6te. Wie sie diese interpretiert, was sie daraus macht und was sie vor allem daraus nicht macht, ist wieder ein anderes Ding. Inhaltlich lie\u00df sich Emmanuel Macron nicht stellen, flegelte sich manchmal siegessicher wie gelangweilt in seinem Sessel. Auch solcher Art Hochmut ging \u00fcber die Bildschirme. Herausforderin Le Pen wusste dieses Verhalten nicht f\u00fcr sich umzum\u00fcnzen. Um Pr\u00e4sidentin werden zu k\u00f6nnen und die Mehrheit der Franzosen an der Wahlurne f\u00fcr sich zu gewinnen, h\u00e4tte Marine Le Pen die Debatte anders angehen m\u00fcssen, sie lie\u00df selbst Matchb\u00e4lle liegen. H\u00f6flich und charmant war sie meistens ebenfalls. Manchmal auch w\u00fctend, oftmals fahrig und zu wenig angriffslustig f\u00fcr eine Herausforderin. Darin kaum ein Unterschied zu 2017. Dieses Format liegt ihr nicht. Irgendwo ankommen und in kleiner Gruppe mit Leuten spontan reden, darin besitzt sie St\u00e4rke, die ihr an diesem Duell-Abend im TV wenig n\u00fctzte. Einen Wirkungstreffer landete in dieser Debatte niemand, das Pulver schien von Beginn nass. So ging der alte und sicher auch neue Pr\u00e4sident ungehindert \u00fcber sein Wasser. Viele Franzosen zeigten sich danach, so teilten sie es zumindest in den sozialen Medien mit, eher entt\u00e4uscht von beiden Kandidaten und sahen <em>\u201eeine Debatte auf der Ebene von Wiese und G\u00e4nsebl\u00fcmchen. Unser Land hat so viel Besseres verdient\u201c<\/em>.<\/p>\n<p>Eine Frage wurde w\u00e4hrend der Diskussion nicht wirklich beantwortet. Spielte diese TV-Debatte im Bewusstsein der Franzosen in Hinsicht auf deren Wahlentscheidung \u00fcberhaupt eine Rolle oder kreisten dabei Medienwelt und politische Elite nicht eher ein St\u00fcck weit nur um sich selbst? Selbst Le Pen Anh\u00e4nger waren jedenfalls \u00fcber die fehlende Schlagfertigkeit ihrer Heldin entt\u00e4uscht. Jene, die Macron gerne loswerden m\u00f6chten, nicht wenige Franzosen, sahen diesen erneut bequem davonkommen. In den Feldern der Alltagspolitik, die das Leben vieler Menschen in Frankreich sp\u00fcrbar verschlechtert, griff Le Pen den daf\u00fcr verantwortlichen Pr\u00e4sidenten nicht entschieden genug an. Wie auch? Da war es n\u00e4mlich wieder, das aktuelle Wahl-Dilemma der Franzosen, zwei Neoliberale in der Stichwahl unter sich. Hat je ein Pyromane einem anderen Pyromanen das Feuer vorgeworfen? (F\u00fcnf Milliard\u00e4re im Land besitzen das Verm\u00f6gen von 27 Millionen Franzosen. F\u00fcr Frau Le Pen und Herrn Macron offenbar kein Problem.) Der neoliberale Kern der Politikvorstellung von Macron und Le Pen wurde in der Debatte beidseitig nicht angetastet. Zum Nachteil der Zuschauer und Zuh\u00f6rer. Die kluge <span class=\"hiddenSpellError\">Manon<\/span>\u00a0<span class=\"hiddenSpellError\">Aubry<\/span>\u00a0traf den Nagel auf den Kopf: <em>\u201eMacron ist nicht in der Lage, das rassistische und autorit\u00e4re Projekt von Le Pen anzugreifen und Le Pen kann seinen Ruf als Monarch der Reichen nicht anprangern.\u201c<\/em><\/p>\n<figure id=\"attachment_10284\" aria-describedby=\"caption-attachment-10284\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-10284\" src=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/FQxXz_kXMAAYwRS.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/FQxXz_kXMAAYwRS.jpg 1024w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/FQxXz_kXMAAYwRS-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/FQxXz_kXMAAYwRS-768x432.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-10284\" class=\"wp-caption-text\">Vor der Debatte machten letzte Umfragen f\u00fcr Sonntag die Runde. Wahltag der 24.04.2022.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Irgendwann gab es Schmierentheater. <em>\u201eDu bist Klimaskeptiker\u201c. \u201eDu bist Klimaheuchler\u201c.<\/em> Wer da was zu wem sagte, zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr interessant. In dieser \u00fcber drei Stunden laufenden Debatte, die keine Debatte war, zwei kleine Momente der Entlarvung von Macron, die bezeichnenderweise von ihm selbst und nicht von Le Pen kamen. Emmanuel Macron sagte beil\u00e4ufig, dass <em>\u201edas Leben teurer wird\u201c<\/em>. Seinen Beitrag daran hielt er nicht f\u00fcr erw\u00e4hnenswert. Le Pen nahm es nur hin. Viele Franzosen zeigten gerade dar\u00fcber sp\u00e4ter ihre Emp\u00f6rung an. Da kam er wieder zum Vorschein, der reiche Investmentbanker, der nicht begreift, welche Art Leben hinter solchen Worten f\u00fcr Millionen armer Menschen anbricht. Einen Korken hatte Macron sp\u00e4ter noch zu bieten, vielleicht langweilte er sich. Le Pen machte ihn darauf aufmerksam, <em>\u201eMenschen k\u00f6nnen sich kein Auto leisten\u201c<\/em>, darauf der Pr\u00e4sident aller Franzosen: <em>\u201eDeshalb schlage ich Leasing vor.\u201c<\/em> Das erinnert an deutsche Politiker, die frierenden Leuten der Unterschicht zu mehr Pullovern raten. So etwas passiert, wenn der Geist elit\u00e4rer Schn\u00f6sel in Staats\u00e4mtern \u00fcber das Alltagsleben kommt, ob nun in Frankreich oder Deutschland. In den \u00fcberlaufenden sozialen Medien waren sich sehr viele franz\u00f6sische Betrachter einig, Jean-Luc M\u00e9lenchon h\u00e4tte an der Stelle von Le Pen den Pr\u00e4sidenten ausgewrungen und dann auseinandergenommen. Selbst ausgewiesene M\u00e9lenchon-Hasser und solche W\u00e4hler, die ihm nie ihre Stimme geben w\u00fcrden, vermissten ihn an diesem Abend, was viel \u00fcber die Duellanten Le Pen und Macron sagt. Dazu der franz\u00f6sische Wissenschaftsautor und Filmemacher Bruce <span class=\"hiddenSpellError\">Benamran<\/span>\u00a0auf seinem Twitteraccount: <em>\u201eWir k\u00f6nnen sagen, was wir wollen, ob wir\u00a0<span class=\"hiddenSpellError\">M\u00e9lenchon<\/span> m\u00f6gen oder nicht, die Debatte h\u00e4tte ein anderes Gewicht gehabt.\u201c<\/em><\/p>\n<figure id=\"attachment_10286\" aria-describedby=\"caption-attachment-10286\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-10286\" src=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/JLM-1-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/JLM-1-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/JLM-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/JLM-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/JLM-1-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/JLM-1.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-10286\" class=\"wp-caption-text\">Sogar politische Gegner vermissten ihn und seine F\u00e4higkeiten in der Debatte: Jean-Luc M\u00e9lenchon<\/figcaption><\/figure>\n<p><span data-offset-key=\"6roev-0-0\">Der <\/span><span id=\"decorator-corrected-entity-id-70\" data-entity-key=\"70\" data-offset-key=\"6roev-1-0\"><span data-offset-key=\"6roev-1-0\">Ukrainekrieg, \u00fcbrigens<\/span><\/span><span data-offset-key=\"6roev-2-0\"> nur kleines Nebenthema, kein zentraler Debatteninhalt. (Man stelle sich so ein Format hierzulande vor, die Ukraine w\u00fcrde von 180 Sendeminuten mindestens 190 bekommen. Nach Beschwerden des Undiplomaten Melnyk sicher 230.) Es gab auch etwas f\u00fcr den Adrenalinspiegel deutscher Journalisten. Die ja bei Weltereignissen gerne in der ersten Reihe ruhen. Deren hei\u00df erwartetes Leckerli warf Macron ihnen \u00fcber die Bildschirme zu. Im Mittelteil sprach dieser Le Pen auf russische Geldgeber f\u00fcr Kredite an ihre Partei an. Sie wich eher aus, so im Stil ihrer die ganze Sendung an den Tag gelegten Z\u00f6gerlichkeit. An dem Thema wollte sie sich logischerweise nicht lange festhalten, konterte etwas zu billig mit der angeblichen \u201ePutin N\u00e4he\u201c von Macron. Das war es dann schon zu dem Komplex. Doch deutsche Berichterstatter, die den Rest der Debatte offensichtlich in ihren Nasen Gas und \u00d6l suchten, wachten auf und sprangen hoch wie das legend\u00e4re HB-M\u00e4nnchen. <em>\u201eEndlich packt er sie bei Russland\u201c<\/em> twitterte etwa ein SZ-Feuilletonist und der mediokre ZDF-Mann Walde machte ebenfalls sofort bei Twitter einen <span class=\"hiddenSuggestion\">drauf<\/span>: <em>\u201eBeim Thema Russland-N\u00e4he wird Le Pen nerv\u00f6s, Macron erinnert an ihr russisches Darlehen zur Wahlkampffinanzierung.\u201c<\/em> Nerv\u00f6s? So der eigene Wunsch zur Nachricht wird. Journalismus Made in Germany 2022. (Jedenfalls nimmt dieses kleine Gepl\u00e4nkel heute den Hauptteil der deutschen Nachberichterstattung ein. Wen wundert es noch? Was machen deutsche Medien und deren Arbeitnehmer wohl, wenn ihnen Putin und\/oder Russland thematisch abhandenkommen?) <\/span><\/p>\n<p><span data-offset-key=\"6roev-0-0\">Als <\/span><span id=\"decorator-ignored-entity-id-220\" data-entity-key=\"220\" data-offset-key=\"6roev-1-0\"><span data-offset-key=\"6roev-1-0\">Le Pen<\/span><\/span><span data-offset-key=\"6roev-2-0\"> sp\u00e4ter Macron auf den McKinsey-Skandal seiner Regierung ansprach, muss Herr Walde schon wieder geschlafen haben und die anderen bohrten l\u00e4ngst wieder an dunklen Orten. Sind wir gn\u00e4dig mit Herrn Walde, er darf ins Bett, weil er fr\u00fch <\/span><span id=\"decorator-synonym-entity-id-221\" data-entity-key=\"221\" data-offset-key=\"6roev-3-0\"><span data-offset-key=\"6roev-3-0\">a<\/span><\/span><span data-offset-key=\"6roev-4-0\">us den Federn muss, um dann den Deutschen die Geschichte des franz\u00f6sischen Wahlkampfes zu erz\u00e4hlen, wie nur er sie kennt. Wenn Macron am Sonntag im Amt bleibt, werden deutsche Medien wieder von der Welt- und Europarettung faseln und sich gl\u00fccklich in den Schlaf wiegen, weil die Welt, die sie sich malen, weiter heil. Wie die Franzosen schlafen, wird sie zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr sonderlich interessieren. Solle allerdings doch Marine Le Pen als Pr\u00e4sidentin \u00fcber sie kommen, es w\u00e4re wie 14\/18. Zweifrontenkrieg! Putin in Russland, Le Pen in Frankreich. Die deutschen Talkshows k\u00e4men umgehend mit Sonderschichten daher. Nach den Virenexperten und Milit\u00e4rstrategen w\u00fcrden sofort die Frankreichkenner mit Macht auf die Talkshowst\u00fchle dr\u00e4ngen. Gl\u00fccklich das Land und Volk, welches f\u00fcr alles Ungemach der Welt das fleischgewordene Expertentum in seinen Reihen. <\/span>Weh, oh weh!<\/p>\n<figure id=\"attachment_10282\" aria-describedby=\"caption-attachment-10282\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-10282\" src=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/FQ2vzDqXwAE7bk_-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/FQ2vzDqXwAE7bk_-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/FQ2vzDqXwAE7bk_-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/FQ2vzDqXwAE7bk_-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/FQ2vzDqXwAE7bk_.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-10282\" class=\"wp-caption-text\">Debatte ohne Substanz. (Bild: Twitter TV1)<\/figcaption><\/figure>\n<p><span data-offset-key=\"6roev-2-0\"> Die viele Europ\u00e4er aktuell besch\u00e4ftigende Frage nach \u00d6l und Gas fand auch bei Le Pen und Macron Einlass. Die Herausforderin ist vehement gegen einen Importstopp f\u00fcr Gas aus Russland, <em>\u201eweil der nur den Franzosen wehtun w\u00fcrde.\u201c<\/em> Macron eher schmallippig mit der \u00fcblichen Phrase <em>\u201ewir m\u00fcssen unabh\u00e4ngig von russischem \u00d6l und Gas werden\u201c<\/em>. Macrons martialische Warnung vor einem B\u00fcrgerkrieg, der irgendwann \u00fcber Frankreich kommen k\u00f6nnte, so Le Pen gewinnt, nahm keiner f\u00fcr voll. Diese \u00dcbertreibung hallte durch Frankreich, befriedigte Macrons Anh\u00e4ngerschaft und W\u00e4hler sicher zutiefst, lie\u00df den anderen Teil dar\u00fcber eher den Kopf sch\u00fctteln. Le Pen h\u00e4tte ihn im Gegenzug auf einen sozialen B\u00fcrgerkrieg aufmerksam machen k\u00f6nnen, der l\u00e4ngst in vollem Gange. Der t\u00e4gliche Krieg gegen die Unterschicht und schwachen Teile der Gesellschaft. Entfacht von der Politik des amtierenden Pr\u00e4sidenten. Allein, sie tat es nicht. Dann waren die Franzosen, die noch nicht <span class=\"hiddenSpellError\">wegged\u00e4mmert<\/span>\u00a0oder sich ausgeklinkt, erl\u00f6st und befreit von dieser z\u00e4hen und\u00a0<span class=\"hiddenSpellError\">inhaltsschwachen<\/span> Debatte, die nichts von einem Duell der Ideen hatte. Sogar ein Wahlkampfmanager von Macron l\u00e4sst keinen Zweifel: <em>\u201eMan muss ehrlich sein, es w\u00e4re schwieriger gewesen, sich gegen <span id=\"decorator-ignored-entity-id-232\" data-entity-key=\"232\" data-offset-key=\"6roev-1-0\">M\u00e9lenchon<\/span> zu stellen.&#8220;<\/em> Jedenfalls eine Debatte, die den Herausforderungen f\u00fcr Frankreich bei Weitem nicht gerecht wurde. \u00d6kologie, Kultur, Anhebung des Mindestlohns, Rente mit 60, Preiserh\u00f6hungen und Preissperren nur oberfl\u00e4chlich gestreifte Randthemen. Es lag wohl bei vielen Franzosen schon eine Ahnung in der Luft. Der Zuschauerr\u00fcckgang bei der Pr\u00e4sidentschaftsdebatte spricht daf\u00fcr. 14 Millionen Zuschauer auf den zentralen TV-Kan\u00e4len <span class=\"hiddenSpellError\">TF<\/span>1 und\u00a0<span class=\"hiddenSpellError\">France<\/span> 2 f\u00fcr die Debatte 2022 gegen\u00fcber 15,1 Millionen im Jahr 2017. Inzwischen geht der Wahlkampf l\u00e4ngst an anderen Orten weiter, Macron ficht ihn weiter huldvoll von seinen monarchischen H\u00f6hen, Le Pen war an Autobahnrastst\u00e4tten unterwegs. Zum Ende von Wahlk\u00e4mpfen macht jeder, was er besonders gut kann, um auf der Zielgeraden nicht noch auszurutschen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-offset-key=\"6roev-0-0\">Marine <\/span><span id=\"decorator-ignored-entity-id-249\" data-entity-key=\"249\" data-offset-key=\"6roev-1-0\"><span data-offset-key=\"6roev-1-0\">Le Pen<\/span><\/span><span data-offset-key=\"6roev-2-0\"> scheint offenbar f\u00fcr die Pr\u00e4sidentschaft nicht gemacht zu sein, Macron kann gut Richtung Sonntag schlafen. Viele Franzosen sehen es so: <em>\u201eSonntag bei\u00dfen wir die Z\u00e4hne zusammen und stimmen f\u00fcr Macron.\u201c<\/em> Dieser Tweet einer W\u00e4hlerin trifft die Stimmungslage der geballten Faust sehr vieler Franzosen. Eine gro\u00dfe Unbekannte des Wahlsonntags bleibt die enorme, aber nicht v\u00f6llig messbare Wut der Franzosen auf Macron. Lassen sie ihrem Zorn an der Wahlurne freien Lauf und nehmen daf\u00fcr doch Marine Le Pen in Kauf? Dazu die Abgeordnete der Nationalversammlung, <span class=\"hiddenSpellError\">Cl\u00e9mentine<\/span>\u00a0<span class=\"hiddenSpellError\">Autain<\/span>: <em>\u201eMan sollte vor Sonntag Le Pen nicht abschreiben und zu sicher sein. Wir sollten das Ausma\u00df des Hasses gegen Macron nicht untersch\u00e4tzen. Der Pr\u00e4sident der Reichen, seine Verachtung der Gleichheit, das schafft eine gro\u00dfe Wut und bringt uns in Gefahr. Die Front der Republik funktioniert nicht mehr mechanisch wie gestern, das ist eine Tatsache.\u201c\u00a0<\/em><\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_10279\" aria-describedby=\"caption-attachment-10279\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-10279\" src=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Parlamentswahl-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" srcset=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Parlamentswahl-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Parlamentswahl-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Parlamentswahl-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Parlamentswahl-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Parlamentswahl.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-10279\" class=\"wp-caption-text\">Frankreich zwischen Pr\u00e4sidenten- und Parlamentswahl. Weiter so oder Gezeitenwende? (Bild: Pixabay)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Wie nun weiter in dieser politischen Trostlosigkeit? Viele Franzosen sehen sich schlie\u00dflich in einer Art Geiselhaft des Neoliberalismus, der man nicht entkommt. Macron wie Le Pen keine Rettung. Die Debatte lau aber in der Woche doch unerwartet mehr politisches Feuer, als die beiden Diskutanten es entfachen konnten. <span class=\"hiddenSpellError\">M\u00e9lenchon<\/span> verliert in der 1. Runde, aber anstatt zu jammern, geht er spazieren und ins Museum, um mitten in der Woche den Kampf wieder aufzunehmen. Dabei setzt er ziemlich frech wie selbstbewusst einfach auf eine von ihm ausgerufene 3. Runde, um ein politisches Gegengewicht zu einem neoliberalen Pr\u00e4sidenten zu schaffen, den Franzosen eine andere Politik und echte Alternative anzubieten. Er erfindet quasi die <span class=\"hiddenGrammarError\">\u201e<\/span>Wahl&#8220; des Ministerpr\u00e4sidenten und erhebt den Anspruch auf diese Amt, bittet die Franzosen darum. Gemeint ist nat\u00fcrlich die Parlamentswahl zur Nationalversammlung im Juni, wo sein politischer Block die Mehrheit ben\u00f6tigt, um ihn in dieses Amt zu bringen. <em>\u201eIch bitte die Franzosen, mich zum Premierminister zu w\u00e4hlen\u201c<\/em> ist ein kluger Schachzug und politischer Coup gleicherma\u00dfen, der den Franzosen etwas in die Hand legt, was das vornehme Recht des Pr\u00e4sidenten. Der B\u00fcrgerpolitiker <span class=\"hiddenSpellError\">M\u00e9lenchon<\/span> l\u00e4sst mit seiner ehrgeizigen Zielsetzung das revolution\u00e4re Element durchklingen, welches aus seiner Sicht franz\u00f6sischer Politik immer innewohnen muss. Nun kommt es vor allem und fast ausschlie\u00dflich auf die Franzosen an. M\u00e9lenchon jedenfalls hat seine Pfl\u00f6cke eingeschlagen und seine deutliche Ansage auf Twitter nochmals klar zum Ausdruck gebracht:<\/p>\n<blockquote><p>Ich will nicht, dass Frau Le Pen das Land \u00fcbernimmt. Ich will nicht, dass Herr Macron die Macht beh\u00e4lt. Deshalb sage ich den Franzosen: W\u00e4hlen Sie mich zum Premierminister im dritten Wahlgang mit den Parlamentswahlen. Die Franzosen entscheiden, wie es weitergeht. (Jean-Luc M\u00e9lenchon, 19.04.2022)<\/p><\/blockquote>\n<p>Nach einer Pr\u00e4sidentschaftswahl ernennt der neue Staatspr\u00e4sident in Frankreich einen Premierminister. Dieser zieht dann mit einer neuen Regierung und der Partei des Pr\u00e4sidenten umgehend in die Parlamentswahl. Die meistens, so staatstragend sind die Franzosen, von der Pr\u00e4sidentenpartei gewonnen wird, um jenem Pr\u00e4sidenten freie Hand zu geben, so das Kalk\u00fcl der W\u00e4hler. Meistens war es so. Dreimal allerdings nicht. In diesen F\u00e4llen kam es zur Cohabitation, bei welcher der Staatspr\u00e4sident und die Mehrheit im Parlament zwei entgegengesetzten politischen Lagern angeh\u00f6rten, der jeweilige Pr\u00e4sident somit keine eigene Mehrheit im Parlament zur Verf\u00fcgung hatte. F\u00fcr die Au\u00dfenpolitik Frankreichs eher irrelevant, doch f\u00fcr die Innenpolitik von Bedeutung. Nun l\u00e4sst ein offener Blick auf Frankreich nicht die Vermutung zu, dass die W\u00e4hler Macron bei den Parlamentswahlen st\u00e4rken werden und wollen. Wobei dieser sich in den n\u00e4chsten sechs Wochen sicher einige W\u00e4hlerfangmethoden ausdenken wird. Doch zu oft hat er die Franzosen gerade sozialpolitisch und mit seinen neoliberalen Politikmodellen, die Reaktion\u00e4re gerne als Reformen verkaufen, nachhaltig verprellt. Die Wahrscheinlichkeit, dass ihm eine Mehrheit der Franzosen bei der Parlamentswahl erneut auf den Leim geht, ist eher gering. Viele derjenigen, die ihn jetzt nur w\u00e4hlen, um Le Pen zu verhindern, werden im Juni nicht nochmals zu seiner Fahne stehen. Ihn \u00fcber das Parlament wenigstens ein St\u00fcck weit an die Kette zu legen, scheint aktuell durchaus eine mehrheitsf\u00e4hige Option unter Frankreichs W\u00e4hlern.<\/p>\n<figure id=\"attachment_10380\" aria-describedby=\"caption-attachment-10380\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-10380\" src=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/FQ5GlRGXsA0AQXr-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/FQ5GlRGXsA0AQXr-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/FQ5GlRGXsA0AQXr-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/FQ5GlRGXsA0AQXr-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/FQ5GlRGXsA0AQXr.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-10380\" class=\"wp-caption-text\">Zulauf. Volksunion im Modus Parlamentswahl. B\u00fcrgerkongress am 21.04.22 (Twitter: JLM)<\/figcaption><\/figure>\n<p><span class=\"hiddenSpellError\">M\u00e9lenchon<\/span> und seine Volksunion werden sich eines allerdings gewiss sein, Macron wird auch das elit\u00e4re Establishment bem\u00fchen und in Stellung bringen. Die neoliberalen und reaktion\u00e4ren Kr\u00e4fte in Wirtschaft und Medien werden Gewehr bei Fu\u00df stehen, um f\u00fcr Macron mit allen Mitteln das Szenario zu verhindern, einen Premierminister ernennen zu m\u00fcssen, der ausgerechnet noch <span class=\"hiddenSpellError\">M\u00e9lenchon<\/span> hei\u00dft und die Politik und das neoliberale Gesellschaftsmodell des Pr\u00e4sidenten in weiten Teilen ablehnt und bek\u00e4mpft. Sollte der Fall einer Pr\u00e4sidentin Le Pen eintreten, w\u00e4ren die Dinge sofort anders geordnet. Besser gesagt, anders ungeordnet. (Die Kombination einer Pr\u00e4sidentin Le Pen und eines m\u00f6glichen Premierministers <span class=\"hiddenSpellError\">M\u00e9lenchon<\/span>, h\u00e4tte dar\u00fcber hinaus noch das zus\u00e4tzliche Potenzial f\u00fcr ein Shakespeare-Drama.) Le Pens Partei <span class=\"hiddenSpellError\">Rassemblement<\/span> National wird niemals eine Mehrheit in der Nationalversammlung erreichen, weder durch Wahl noch Koalitionsbildung. Daher w\u00fcrden sich bei einer Le Pen Pr\u00e4sidentschaft s\u00e4mtliche politischen Bl\u00f6cke in Sachen Parlamentswahl umgehend anders sortieren, als dies beim Verbleib von Emmanuel Macron im Amt der Fall w\u00e4re. Die Schlachtordnung w\u00e4re eine andere. Frankreich so oder so vor historischen Wochen. F\u00fcr die F\u00fcnfte Republik vielleicht neue Weichenstellungen oder gar Vorzeichen f\u00fcr eine Sechste Republik.<\/p>\n<figure id=\"attachment_10276\" aria-describedby=\"caption-attachment-10276\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-10276\" src=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Wahl_JLM-1024x614.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"384\" srcset=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Wahl_JLM-1024x614.jpg 1024w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Wahl_JLM-300x180.jpg 300w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Wahl_JLM-768x461.jpg 768w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Wahl_JLM.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-10276\" class=\"wp-caption-text\">Kampf geht weiter. M\u00e9lenchon will Premierminister Frankreichs werden. (Bild: Twitter Bompard)<\/figcaption><\/figure>\n<p>In dieser Gemengelage, was er im Wahlkampf schon fr\u00fch erkannt, weil er die Hand am Puls des franz\u00f6sischen Alltagslebens, sieht Jean-Luc M\u00e9lenchon jedenfalls die Chance f\u00fcr sein linkes und republikanisches Programm. Die Macht des Parlamentes und der B\u00fcrger st\u00e4rken, die des Pr\u00e4sidenten zur\u00fcckdr\u00e4ngen, Volksbegehren zu wichtigen Themen in die Politik einbringen, die Sozialpolitik retten und erneuern, den Neoliberalismus mit konkreten politischen Entscheidungen zur\u00fcckdr\u00e4ngen. <span class=\"hiddenSpellError\">M\u00e9lenchon<\/span> verk\u00f6rpert diese Kernpunkte wie kein anderer. Sie umzusetzen, hat er sich sehr weit aus dem Fenster gelehnt und die Parlamentswahl schon im Vorfeld zu einer Abstimmung \u00fcber sich selbst gemacht. Noch ist er pers\u00f6nlich die Linke Frankreichs und herausragender Kopf der Volksunion. Doch hat er, der auch ein Idol der Jugend, l\u00e4ngst eine intelligente und hoch motivierte junge Truppe um sich versammelt, die mit Elan und Engagement die politische Zukunft Frankreichs verk\u00f6rpert. Die Funktion\u00e4re der Sozialisten, Gr\u00fcnen und Kommunisten wirken dagegen wie ihre Politik, \u00fcberkommen, grau und erfolglos. Die <span class=\"hiddenSpellError\">Macronisten<\/span> wie Figuren aus den Glaspal\u00e4sten von Banken und Gro\u00dfkonzernen. <span class=\"hiddenSpellError\">M\u00e9lenchon<\/span> hat nicht nur die aktuelle Macht weiter im Blick, er will sie \u00fcber seine Zeit hinaus f\u00fcr eine neue Linke erobern, Frankreich ver\u00e4ndern, die Grande Nation den B\u00fcrgern zur\u00fcckgeben. Viel ehrgeiziger oder himmelsst\u00fcrmender l\u00e4sst sich kaum planen. Ausgang offen.<\/p>\n<blockquote><p>Ich m\u00f6chte nicht, dass die Leute denken, unsere Kampagne sei nur eine gute PR-Kampagne gewesen, auch wenn sie das war. Wir haben immer auf der Grundlage einer Theorie gehandelt und gedacht: der des Zeitalters des Volkes und der B\u00fcrgerrevolution. (Jean-Luc M\u00e9lenchon, Rede vor Kongress der Volksunion, 21.04.2022)<\/p><\/blockquote>\n<p>Aus der 2. Runde Le Pen oder Macron am Sonntag ist viel Luft gewichen. Es wird dagegen sehr spannend in Richtung kommender Sommer. Geht es nach seinem Hauptgegner <span class=\"hiddenSpellError\">M\u00e9lenchon<\/span>, wird dieser Sommer f\u00fcr Macron ein Winter des Missvergn\u00fcgens. Sollte\u00a0<span class=\"hiddenSpellError\">M\u00e9lenchon<\/span> mit seiner gewagten Attacke an sein politisches\u00a0 Ziel gelangen, er sich sozusagen dem Pr\u00e4sidenten Macron per W\u00e4hlervotum zwingend aufdr\u00e4ngen, dann k\u00f6nnte nach der Parlamentswahl eine der spannendsten Dekaden der <span class=\"hiddenGrammarError\">F\u00fcnften<\/span> Republik anbrechen. Daran wohl kein Zweifel.<\/p>\n<figure id=\"attachment_10289\" aria-describedby=\"caption-attachment-10289\" style=\"width: 661px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-10289\" src=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/FQxtskKX0AEcLPf.jpg\" alt=\"\" width=\"661\" height=\"441\" srcset=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/FQxtskKX0AEcLPf.jpg 661w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/FQxtskKX0AEcLPf-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/FQxtskKX0AEcLPf-600x400.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 661px) 100vw, 661px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-10289\" class=\"wp-caption-text\">M\u00e9lenchon und die Volksunion. F\u00fcr Frankreich Zukunft oder Illusion? (Bild: Twitter Cl\u00e9mentine Autain.)<\/figcaption><\/figure>\n<blockquote><p>Ich w\u00e4re nat\u00fcrlich lieber Pr\u00e4sident als Premierminister! Meine Regel ist es, sich niemals Ereignissen zu unterwerfen, die Kontrolle zu behalten. Eine Wahl soll einen Ideenkonflikt ausr\u00e4umen, aber da wird nichts ausger\u00e4umt. Jeder wird mit Rei\u00dfz\u00e4hnen herauskommen. Glauben Sie ernsthaft, dass am 25. April Begeisterung f\u00fcr Emmanuel Macron und seine Wiederwahl aufkommen wird? Wenn mich dich Franzosen zum Premierminister machen, werde ich an Tag 1 die Preise einfrieren. An Tag 2 erh\u00f6he ich den Mindestlohn. (Jean-Luc M\u00e9lenchon im Nachrichtenmagazin L&#8217;Express, 20.04.2022)<\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\"><em>*Titelbild: Le Monde, Live-Stream (Screenshot)<\/em><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Amtsinhaber mit galanter H\u00f6flichkeit, aus der er allerdings manchmal hinaustrat. Ein typischer Pr\u00e4sident der Republik mit den dazugeh\u00f6rigen monarchistischen Z\u00fcgen, nat\u00fcrlich herablassend bis arrogant. Nicht neu. So behandelte einst Mitterrand schon Chirac.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":10252,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[231],"tags":[455,607,1606,3548,2912,915,3556,635,3300,3555,80,742,3558,300,1930,3554,799,213,553,808,1625,454,83,3553,3557,1003,701,1174,3305,368,3559],"class_list":["post-10249","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-interessantes","tag-abend","tag-auto","tag-betrachter","tag-chirac","tag-debatte","tag-deutschland","tag-einlass","tag-europaeer","tag-franzosen","tag-gas","tag-gesicht","tag-hand","tag-hasser","tag-journalisten","tag-kommunisten","tag-korken","tag-le-pen","tag-leuten","tag-macron","tag-mitterrand","tag-momente","tag-politiker","tag-praesident","tag-projekt","tag-puls","tag-republik","tag-russland","tag-sommer","tag-sozialisten","tag-tv","tag-zeitpunkt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.geradezu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10249","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.geradezu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.geradezu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.geradezu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.geradezu.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10249"}],"version-history":[{"count":144,"href":"https:\/\/www.geradezu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10249\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10404,"href":"https:\/\/www.geradezu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10249\/revisions\/10404"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.geradezu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/10252"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.geradezu.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10249"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.geradezu.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10249"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.geradezu.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10249"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}