{"id":1203,"date":"2021-07-08T16:29:37","date_gmt":"2021-07-08T14:29:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.geradezu.de\/?p=1203"},"modified":"2021-07-12T07:41:56","modified_gmt":"2021-07-12T05:41:56","slug":"em-endet-in-wembley","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.geradezu.de\/?p=1203","title":{"rendered":"EM endet in Wembley"},"content":{"rendered":"<p>Wird eine Mauer gestellt, liegt nun ein Spieler hinter selbiger und soll den flachen Ball durch die Beine verhindern, au\u00dferdem noch Navigator Richtung Torwart sein. Liegen ist nicht neu. Im alten Rom lag man selbst zu Tische und Fu\u00dfballer sind in Sachen auf dem Rasen liegen ebenfalls ge\u00fcbt. Ein besonderes Exemplar der neue Schwalbenk\u00f6nig Raheem Sterling, dem diese Neymar-Eigenschaft in Fleisch und Blut \u00fcbergegangen und der damit D\u00e4nemark aus dem Turnier mogelte. England dadurch im Finale. Eine Nation ist aus dem H\u00e4uschen, weil dieses ausgerechnet in Wembley. Man kann die Engl\u00e4nder verstehen, sich mit ihnen freuen. Sind ihre Vereine eher moderne S\u00f6ldnertruppen, ist die Nationalelf der letzte Hort von echter Identifikation. Nach vielen Jahrzehnten ohne jedwede Ausbeute ist so ein Finale in Wembley sicher Balsam f\u00fcr ein Mutterland des Fu\u00dfballs. Von dieser EM bleibt auch eine merkw\u00fcrdige Turnierform haften. Dabei erreichen mittlerweile um des lieben Geldes wegen von vier Gruppenteams drei die n\u00e4chste Runde. Bald werden dann vier von vier weiterkommen, der schn\u00f6de Mammon weiter obsiegen. Man sollte dem Sport nicht jedweden Wettbewerbscharakter rauben, sonst verliert er seine Existenzberechtigung.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1206\" src=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Gerhard-G.-auf-Pixabay.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Gerhard-G.-auf-Pixabay.jpg 640w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Gerhard-G.-auf-Pixabay-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Gerhard-G.-auf-Pixabay-600x400.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Es wurde auch Fu\u00dfball gespielt, bei dieser EM. Deutschland eher m\u00e4\u00dfig dabei. Ein 4:2 gegen Portugal wurde medial v\u00f6llig \u00fcberbewertet. Dadurch Erwartungen geweckt, die nicht haltbar. Selten findet das Thema Fu\u00dfballnationalelf hierzulande das richtige Ma\u00df. Niederlagen sind grunds\u00e4tzlich ein Ding zwischen Urkatastrophe und G\u00f6tterd\u00e4mmerung, Siege gleich Weltherrschaft und Unbesiegbarkeit. Falsch berauscht ging es so gegen England und danach zur\u00fcck in die Heimat. Da war dann wieder Joachim L\u00f6w der alleinige Schuldige, keine falsch entfachte Erwartung oder \u00f6ffentliche Spieler- und Team\u00fcbersch\u00e4tzung. Nach dem Turnieraus dann noch der Singsang der \u00fcblichen Verd\u00e4chtigen, die alles anders, besser und segensreicher k\u00f6nnen. Irgendwie \u00e4ndert sich der Tellerrand der Begleitmusik des deutschen Fu\u00dfballs nie. Der Fu\u00dfball wird es \u00fcberleben. Wie im Gebirge gibt es T\u00e4ler und Gipfel. \u00c4hnlich den Italienern wird auch Deutschland wieder bessere Turnierzeiten durchleben. Wann? Es muss sich zeigen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1208\" src=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Hans-Braxmeier-auf-Pixabay.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Hans-Braxmeier-auf-Pixabay.jpg 640w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Hans-Braxmeier-auf-Pixabay-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Gute Zeiten haben die Italiener, die wie ein guter Wein gereift und f\u00fcr das Endspiel bestens gewappnet. Ein enormer Teamgeist, dessen Funke selbst auf Unbeteiligte \u00fcberspringt, eine gute Mixtur aus jungen und erfahrenen Spielern sind das Erfolgsgeheimnis. Konstrukteur dieser erstklassigen Mannschaft ist Roberto Mancini, der nicht nur ein ausgezeichneter Fachmann, sondern auch ein hohes Ma\u00df an menschlichen Qualit\u00e4ten f\u00fcr diesen Job mitbringt. Seine Autorit\u00e4t braucht keine Machtspiele, sie beruht auf Empathie, Wissen und K\u00f6nnen. Damit hat er die Squadra Azzurra nun ins Finale gef\u00fchrt. Das eigentliche Endspiel gegen Spanien im Halbfinale gewann Italien auch mit dem n\u00f6tigen Gl\u00fcck im Elfmeterschie\u00dfen. Sind die Italiener das Team der Gegenwart, so k\u00f6nnte man in den unterlegenen Spaniern die Zukunft sehen. Wenn bei diesen im Turnier auch einiges wackelte, man denke an die Partie gegen die Schweiz, ist Spanien ob seiner jungen Spieler eine Zukunftsoption. Falls Luis Enrique weiter an der Seitenlinie bleibt und seine Arbeit fortsetzt, werden k\u00fcnftige Turniersiege \u00fcber diese Spanier gehen, die man dann erst einmal besiegen muss. Welche Leidenschaft man daf\u00fcr an den Tag legen muss, haben die Italiener unter Aufbietung letzter Kr\u00e4fte gezeigt.<\/p>\n<p>Der Favorit Frankreich zeigte eine h\u00e4ssliche Seite. Nicht die des Teams, sondern die des Starruhms. In den Reihen von Les Bleus \u00dcberheblichkeit und Arroganz von Fu\u00dfballmillion\u00e4ren in der Daseinsform der Ich-AG und einer \u201ewir sind besser\u201c Attit\u00fcde. So etwas r\u00e4cht sich. Die Schweiz folgerichtig Endstation. \u00dcberhaupt die Schweiz. Was diese gegen Frankreich und Spanien leistete, war enorm. F\u00fcr den Verfasser dieser Zeilen die \u00dcberraschung des Turniers. Der Rest vom Turnier fast schon vergessen. Belgiens goldene Generation erneut ohne Titel in die Heimat, Nachbar Niederlande auch still von Bord und Kroatien wie Portugal \u00fcber den eigenen Zenit hinaus.<\/p>\n<p>Die wechselnden Spielorte und L\u00e4nder fielen nicht so ins Gewicht wie gedacht. Man hatte trotz Corona noch den Eindruck von Fu\u00dfball. Daran sollten wir uns alle erinnern, wenn das n\u00e4chste Gro\u00dfturnier startet und die WM auf dem Beuteteller arabischer \u00d6lscheichs in fu\u00dfballferner Welt zu unwirklicher Zeit \u00fcber uns kommt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wird eine Mauer gestellt, liegt nun ein Spieler hinter selbiger und soll den flachen Ball durch die Beine verhindern, au\u00dferdem noch Navigator Richtung Torwart sein. Liegen ist nicht neu. 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