{"id":13838,"date":"2022-07-22T13:41:29","date_gmt":"2022-07-22T11:41:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.geradezu.de\/?p=13838"},"modified":"2022-07-26T21:54:13","modified_gmt":"2022-07-26T19:54:13","slug":"leichtigkeit-fuer-den-urlaub","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.geradezu.de\/?p=13838","title":{"rendered":"Leichtigkeit f\u00fcr den Urlaub"},"content":{"rendered":"<p><span data-offset-key=\"61vf9-0-0\">Im Sommer, zumal im Urlaub und den Ferien, sollte es den Menschen verg\u00f6nnt sein, der Leichtigkeit des Seins zu fr\u00f6nen. Da jeder unter Leichtigkeit etwas anderes versteht, wird sich an dieser Stelle geh\u00fctet ungebetene Ratschl\u00e4ge feilzubieten. Ein Lese-Tipp sei dennoch gestattet, welcher echte Entspannung \u00fcber genau diese Leichtigkeit herbeizaubert. Ein wunderbarer Roman soll empfohlen werden. Eines dieser B\u00fccher, die man im Leben mehrmals liest und die immer wieder bestens unterhalten. Nat\u00fcrlich kann man auch &#8218;Krieg und Frieden&#8216;, &#8218;Germinal&#8216; oder &#8218;Ulysses&#8216; in den Urlaub mitnehmen. Es gibt Menschen, die lesen Kafka am Strand. Warum auch nicht? Es gibt weniger gewichtige Literatur, die dennoch Qualit\u00e4t vorweist und dabei \u00e4u\u00dferst lesenswert daherkommt. Hier ist die Rede \u00fcber ein zeitloses Buch, geschrieben in Frankreich im Jahr 1934. Wobei zeitlos sich vor allem auf das wunderbare Figurenpanorama bezieht. Die Szene spielt in den Jahren nach dem 1. Weltkrieg. Eine Zeit, die man in Deutschland f\u00e4lschlich wie tr\u00fcgerisch \u201eGoldene Zwanziger&#8220; nannte. Dass in einem Buch, welches in jenen Jahren spielt und 1934 verfasst wurde, niemand auf die Hilfe irgendeiner App zur\u00fcckgreift, sollte man einem Buch und seinem Autor nicht vorwerfen. Die Menschen erledigen Wege noch mit dem Rad und f\u00fchren pers\u00f6nliche Gespr\u00e4che, anstatt zu chatten. Dennoch sollte man den Roman nicht als altmodisch oder \u00fcberholt abtun. Zumal die meisten B\u00fccher der heutigen Zeit besonders auf dem Gebiet von Ironie und Satire mit diesem nicht mithalten k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_14125\" aria-describedby=\"caption-attachment-14125\" style=\"width: 240px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-14125\" src=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/gabriel-chevallier-52193-250-400.jpg\" alt=\"\" width=\"240\" height=\"287\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-14125\" class=\"wp-caption-text\">Gabriel Chevallier in sp\u00e4ten Jahren.<\/figcaption><\/figure>\n<p><span data-offset-key=\"61vf9-0-0\">Der 1895 in Lyon geborene Franzose Gabriel <span class=\"hiddenSpellError\">Chevallier<\/span>\u00a0war eine Menge in seinem Leben. Plakatmaler, Journalist und Handelsreisender. Zwischendurch schrieb er B\u00fccher. Dabei gelang ihm 1934 der gro\u00dfe Wurf. &#8218;<span class=\"hiddenSpellError\">Clochemerle<\/span>\u2018 wurde ein Kultbuch f\u00fcr viele Franzosen, dessen Legende bis heute anh\u00e4lt. In Frankreich zum nationalen Gut geh\u00f6rig wie La Mer, Montand &amp; Signoret, die Piaf, Louis de Fun\u00e8s, Coq au Vin oder Pastis. <\/span><span class=\"hiddenSpellError\">Clochemerle<\/span>\u00a0ist bei unseren Nachbarn l\u00e4ngst in die Alltagssprache eingegangen. Die weltweiten \u00dcbersetzungen ebenfalls ein Erfolg. <span class=\"hiddenGrammarError\">So<\/span> etwas zog nat\u00fcrlich Verfilmungen nach sich. (Ausgerechnet die Briten und die BBC machten aus diesem franz\u00f6sischen Stoff 1972 eine 8-teilige TV-Serie. Der Mensch in seiner Bedr\u00e4ngnis, Lust und L\u00e4cherlichkeit ist eben grenz\u00fcberschreitend wie international.) <span class=\"hiddenSpellError\">Clochemerle<\/span>\u00a0war in Deutschland immer ein Publikums- und\u00a0<span class=\"hiddenSpellError\">Lesererfolg<\/span>. Solch ein Erfolg, zumal \u00fcber einen verst\u00e4ndlichen Stil erworben, fand und findet nat\u00fcrlich bei deutscher Literaturkritik wenig Anklang. Wo k\u00e4me man hin, wenn Autoren B\u00fccher schreiben, die normale Leser sofort verstehen. <span class=\"hiddenSpellError\">Chevallier<\/span> konnte manch Ignoranz gut verkraften, sein Buch wurde ein Welterfolg und ist es \u00fcber viele Jahrzehnte geblieben. Der Erfolg erkl\u00e4rbar.<\/p>\n<figure id=\"attachment_14110\" aria-describedby=\"caption-attachment-14110\" style=\"width: 336px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-14110\" src=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/6475301015.jpg\" alt=\"\" width=\"336\" height=\"438\" srcset=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/6475301015.jpg 336w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/6475301015-230x300.jpg 230w\" sizes=\"auto, (max-width: 336px) 100vw, 336px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-14110\" class=\"wp-caption-text\">Franz\u00f6sische Erstausgabe mit Fantasiewappen.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Gabriel <span class=\"hiddenSpellError\">Chevallier<\/span>\u00a0bedient sich einer Sprache, die verst\u00e4ndlich und auch in der \u00dcbersetzung trefflich daherkommt. Ein Schriftsteller, den man sofort versteht, weil er schreibt, was er meint und nicht mit\u00a0<span class=\"hiddenSpellError\">Wortdrechselei<\/span> und Satzgebirgen R\u00e4tsel aufgibt. Die Einfachheit ist hier Programm und Stilmittel. Einfachheit bitte nicht mit der hierzulande zwischen Buchdeckeln so gern verkauften Trivialit\u00e4t verwechseln. <span class=\"hiddenSpellError\">Clochemerle<\/span> bietet Qualit\u00e4t und ein pralles Leben. Man wird gut begleitet, ob nun am Strand, auf dem Balkon oder der Terrasse. Am Tag oder Abend bei Kaffee oder Wein, Clochemerle sorgt f\u00fcr Entspannung und Unterhaltung der guten Art. Der dem Buch seinen Titel gebende Ort <span class=\"hiddenSpellError\">Clochemerle<\/span>\u00a0ist nat\u00fcrlich fiktiv, l\u00e4sst sich aber geografisch n\u00f6rdlich der Stadt Lyon im Weinbaugebiet Beaujolais verorten. Die kleine Gemeinde\u00a0<span class=\"hiddenSpellError\">Vaux-en-Beaujolais<\/span> wurde irgendwann als Vorbild f\u00fcr <span class=\"hiddenSpellError\">Clochemerle <\/span>ausgeben, seither klappt es dort bestens mit dem Tourismus. Das nicht existierende <span class=\"hiddenSpellError\">Clochemerle<\/span>\u00a0hat nat\u00fcrlich l\u00e4ngst ein in ganz Frankreich bekanntes Stadtwappen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_14103\" aria-describedby=\"caption-attachment-14103\" style=\"width: 220px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-14103\" src=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/220px-Blason_ville_fr_Clochemerle-en-Beaujolais.svg_.png\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"242\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-14103\" class=\"wp-caption-text\">Neues Fantasiewappen von &#8218;Clochmerle&#8216; (Wikipedia)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich spielen der Wein und die Besonderheiten der Region in\u00a0<span class=\"hiddenSpellError\">Chevalliers<\/span> Buch eine gewichtige Rolle. Die Hauptrolle spielen aber Menschen in all ihrer Unzul\u00e4nglichkeit, mit vielen liebenswerten Schrullen und jedweder Boshaftigkeit und Verschlagenheit. Ein Sammelsurium von Charaktereigenschaften und menschlichen Schw\u00e4chen zwischen Leben, Liebe, Kampf und Verderben. Als Leser bewegen wir uns unter gerissenen Weinbauern. Gutes Leben ist in <span class=\"hiddenSpellError\">Clochemerle <\/span>durchaus greifbar. Das Panorama der uns angebotenen Figuren ist schon die halbe Miete. Kleine Charakterportr\u00e4ts, die es in sich haben. Jeder Leser wird irgendwen erkennen und wiedererkennen, dessen Eigenschaften ihm<span class=\"hiddenGrammarError\">\u00a0&#8211;\u00a0<\/span>im Guten wie im Schlechten<span class=\"hiddenGrammarError\">\u00a0&#8211;\u00a0<\/span>schon einmal \u00fcber den Weg gelaufen sind. In\u00a0<span class=\"hiddenSpellError\">Clochemerle<\/span> herrscht eine latente L\u00fcsternheit, der Wein macht locker. Eines haben Einwohner und Fremde gemeinsam, sie sind allesamt verschrobene Heuchler. Gerade darin das Buch mehr als aktuell und sehr heutig. Nat\u00fcrlich wird der Wein geliebt, wir sind schlie\u00dflich im Beaujolais.<\/p>\n<blockquote><p>Im Beaujolais wird der burgunderrote, lauwarme Wein, der aus der Kelter kommt, \u201eParadies&#8220; genannt. Man trinkt ihn mit einer Hand auf dem Herzen und w\u00fcnscht sich dabei etwas. (Bernard Pivot)<\/p><\/blockquote>\n<p>Alle in und um Clochemerle bekommen vom Autor ihr Fett weg, <span class=\"hiddenSpellError\">Chevallier<\/span>\u00a0verschont keinen. Politiker, Republikaner und Katholiken, Milit\u00e4rs wie Pfaffen, die versoffenen Zeitgenossen wie die bigotten Erdenb\u00fcrger, die Reichen und die Armen, geile B\u00f6cke wie sexuelle Schnarchnasen. Niemand ist vor\u00a0<span class=\"hiddenSpellError\">Chevalliers<\/span> spitzer Feder sicher. Der B\u00fcrgermeister hat Ambitionen und wei\u00df sich Erfolge in die Tasche zu schieben, Misserfolge anderen anzuh\u00e4ngen. Sein n\u00fctzlicher Idiot ist der Lehrer, der sabbernd und beflissen auf eine Auszeichnung wartet. Der Arzt im Ort besuchte w\u00e4hrend des Studiums lieber Bordelle, Kneipen und die Rennbahn. Daraus resultieren allerhand fehlende Kenntnisse, die er durch Brutalit\u00e4t wettmacht, vor allem bei den Z\u00e4hnen seiner Patienten. Es gibt nat\u00fcrlich die obligate Apotheke und eine Kneipe mit rustikalem Personal. Der Notar im Ort geh\u00f6rt zu den sehr Reichen, sein Geld und seine Rechnungen erfreuen ihn, w\u00e4hrend sein Sohn keine Lust auf Studium und Arbeit hat und das Ausgeben dieses Geldes kaum abwarten kann. Noch reicher eine Baronin, der viel und mehr geh\u00f6rt, die von oben herab alles und jeden behandelt und betrachtet. Die Fronten in Sachen Verm\u00f6gen und Rangordnungen sind bei <span class=\"hiddenSpellError\">Chevallier<\/span>\u00a0v\u00f6llig klar. Der gute Teil des Ortes befindet sich oben, die \u00e4rmeren Mitb\u00fcrger kommen aus der anderen Ecke. Man sagt \u201evon unten aus\u00a0<span class=\"hiddenSpellError\">Clochemerle<\/span>\u201c und hat f\u00fcr diese Sorte Mensch sogar einen eigenen Begriff, \u201eUnterer\u201c. Auch in solcher Beobachtung kann ein Buch aus alter Zeit wohl nicht heutiger daherkommen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_14112\" aria-describedby=\"caption-attachment-14112\" style=\"width: 537px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-14112\" src=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/c61c8107-b619-450d-84db-d99bd217a8ea.jpg\" alt=\"\" width=\"537\" height=\"344\" srcset=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/c61c8107-b619-450d-84db-d99bd217a8ea.jpg 537w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/c61c8107-b619-450d-84db-d99bd217a8ea-300x192.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 537px) 100vw, 537px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-14112\" class=\"wp-caption-text\">Illustration zu &#8218;Clochmerle&#8220;. (Ausgabe 1945, Zeichner: Dubout)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ein Ort wie Clochemerle hat selbstverst\u00e4ndlich einen Pfarrer. Der kam einst jung und unbedarft in die Gemeinde, hatte noch Feuer und Drang eines jungen Mannes und trieb es bald mit der Haush\u00e4lterin. Besser gesagt, diese mit ihm. Aus Gewohnheit, weil sie dies schon mit seinem Vorg\u00e4nger getan. Die Haush\u00e4lterin hat wenig Reize, aber viel Elan. Weil den Gottesmann dann doch der Heilige Geist oder sein Gewissen plagt, f\u00e4hrt er mit dem Rad 20 km in den Nachbarort und beichtet dem dortigen Pfarrer. Der erteilte umgehend Absolution und bat ebenfalls um Beichte nebst Absolution, weil er und seine Haush\u00e4lterin in \u00e4hnlicher Gemengelage. Ein Gesch\u00e4ft auf Gegenseitigkeit nahm seinen Lauf. So hatten die Geistlichen ab sofort gute Gr\u00fcnde, sich regelm\u00e4\u00dfig zu besuchen. Zu der Zeit, in der unsere Geschichte spielt, haben K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe und Lust beim Pfarrer in dem Tempo abgenommen, wie sein Umfang gewachsen. Wein und \u00fcppiges Essen haben nicht nur eine rote Nase, sondern auch Spuren der F\u00fclle hinterlassen.<\/p>\n<p>Es gibt auch Liebe und echte Lust in <span class=\"hiddenSpellError\">Clochemerle<\/span>. Der etwas tumbe und trunkene Besitzer des Kaufmannsladens hat die sch\u00f6nste Perle des Ortes an seiner Seite, eine erotische Augenweide. Viele B\u00fcrger von <span class=\"hiddenSpellError\">Clochemerle<\/span>\u00a0fahren mit ihren R\u00e4dern vorbei oder gehen einen Umweg, um die Dame zu bestaunen, wenn sie nur auf der Treppe vor dem Gesch\u00e4ft steht. So gest\u00e4rkt und aufgewallt geht das m\u00e4nnliche\u00a0<span class=\"hiddenSpellError\">Clochemerle<\/span> des Abends mit der eigenen Gattin der Lust nach. Nur angeglotzt zu werden, ist der Kaufmannsgattin nat\u00fcrlich nicht genug. Sie <span class=\"hiddenSpellError\">h\u00f6rnt<\/span> den Gemahl und findet spielend Liebhaber. Einer wird vom ahnungslosen Gatten sogar ins Haus gebeten.\u00a0Erotische Reize<span class=\"hiddenGrammarError\">\u00a0&#8211;\u00a0<\/span>so vorhanden<span class=\"hiddenGrammarError\">\u00a0&#8211;\u00a0<\/span>werden immer und zu allen Zeiten angefeindet, weil beneidet, da macht das Volk von <span class=\"hiddenSpellError\">Clochemerle<\/span> keine Ausnahme. Auch dort eine Tratschtante, die von Neugier geplagt, ihrem eigentlichen Drang fr\u00f6nt, Gift und Galle unter die Leute zu bringen. In damaliger Zeit wurde so etwas noch despektierlich \u201evertrocknete alte Jungfer\u201c genannt. Die auf dem Feld von Liebe und Lust arg zu kurz gekommene Meg\u00e4re sucht sich andere Enthemmungen. So ist sie treibender Keil jener Katastrophe, die den Roman in Fahrt kommen l\u00e4sst und in die nebst unseren Protagonisten noch viele andere skurrile Figuren mehr oder weniger verwickelt werden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_14231\" aria-describedby=\"caption-attachment-14231\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-14231\" src=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/pissoir-e1658522356209.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/pissoir-e1658522356209.jpeg 640w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/pissoir-e1658522356209-300x200.jpeg 300w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/pissoir-e1658522356209-600x400.jpeg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-14231\" class=\"wp-caption-text\">Ein Pissoir als Stein des Ansto\u00dfes f\u00fcr kleine und gro\u00dfe Verwicklungen.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Diese Katastrophe kommt \u00fcber <span class=\"hiddenSpellError\">Clochemerle<\/span>\u00a0in Form einer \u00f6ffentlichen\u00a0<span class=\"hiddenGrammarError\">&#8218;Bed\u00fcrfnisanstalt&#8216;<\/span>, vulg\u00e4r auch\u00a0<span class=\"hiddenSpellError\">Pissbude<\/span>, Pissoir oder etwas vornehmer \u00f6ffentliche Toilette genannt. Warum dadurch Ereignisse losgetreten werden, die fast nationale und weltweite Krisen ausl\u00f6sen und <span class=\"hiddenSpellError\">Clochemerle<\/span>\u00a0in einen Hexenkessel der Emotionen verwandeln, das muss und sollte bitte jeder selbst lesen. Vergn\u00fcgen angesagt und ausreichend vorhanden. Wer dann Feuer gefangen, der hat noch die Chance auf zwei ebenfalls in deutscher Sprache erh\u00e4ltliche Nachfolgeb\u00e4nde. &#8218;<span class=\"hiddenSpellError\">Clochemerle<\/span>\u00a0Babylon&#8216;, verfasst 1951 und &#8218;<span class=\"hiddenSpellError\">Clochemerle<\/span>\u00a0wird Bad&#8216;, verfasst 1963. Diese nicht ganz an die Qualit\u00e4t des ersten Buches heranreichend, dennoch ebenfalls Vergn\u00fcgen bereitend.<\/p>\n<p>Viel Spa\u00df bei der Lekt\u00fcre und sch\u00f6nen Urlaub!<\/p>\n<p>CLOCHEMERLE<br \/>\nAutor: Gabriel Chevallier (1895 &#8211; 1969)<br \/>\n\u00dcbersetzt von: Roland Schacht<br \/>\nVerlag: FISCHER Taschenbuch<br \/>\nSeiten: 316 Seiten<br \/>\nISBN: 978-3-596-32049-3<br \/>\nPreis: 12,99 Euro<\/p>\n<figure id=\"attachment_14121\" aria-describedby=\"caption-attachment-14121\" style=\"width: 480px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-14121\" src=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/9783596320493-e1658351032311.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"730\" srcset=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/9783596320493-e1658351032311.jpg 480w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/9783596320493-e1658351032311-197x300.jpg 197w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-14121\" class=\"wp-caption-text\">Aktuelle deutsche Ausgabe. (Taschenbuch)<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">*Titelbild: Weinbaugebiet Beaujolais\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Sommer, zumal im Urlaub und den Ferien, sollte es den Menschen verg\u00f6nnt sein, der Leichtigkeit des Seins zu fr\u00f6nen. Da jeder unter Leichtigkeit etwas anderes versteht, wird sich an dieser Stelle geh\u00fctet<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":13846,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[4047,294,4044,4046,4073,4043,3117,1455,1130,4041,4045,628,4076,4074,4075,4042,4077,423,150],"class_list":["post-13838","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kultur","tag-beaujolais","tag-buecher","tag-chevallier","tag-clochemerle","tag-elan","tag-ferien","tag-gebiet","tag-journalist","tag-legende","tag-leichtigkeit","tag-lyon","tag-menge","tag-pastis","tag-pfarrer","tag-pissbude","tag-urlaub","tag-vergnuegen","tag-wein","tag-wort"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.geradezu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13838","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.geradezu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.geradezu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.geradezu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.geradezu.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13838"}],"version-history":[{"count":89,"href":"https:\/\/www.geradezu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13838\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14241,"href":"https:\/\/www.geradezu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13838\/revisions\/14241"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.geradezu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/13846"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.geradezu.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13838"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.geradezu.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13838"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.geradezu.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13838"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}