{"id":4288,"date":"2021-11-17T18:20:05","date_gmt":"2021-11-17T17:20:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.geradezu.de\/?p=4288"},"modified":"2021-11-18T18:40:24","modified_gmt":"2021-11-18T17:40:24","slug":"falsche-retter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.geradezu.de\/?p=4288","title":{"rendered":"Falsche Retter"},"content":{"rendered":"<p>Die Metapher von der Rettung der Welt. Was meinen jene, die dieses Wort oft bis st\u00e4ndig im Munde f\u00fchren? Ob junge wie engagierte Protestierer mit hehren Absichten, Medienkonzerne von morgens bis abends zum Zwecke des Gelderwerbs oder Politiker aus populistischen Motiven. Sie alle reden von der Rettung der Welt. Die Welt, also die Erde, muss allerdings nicht gerettet werden. Schon gar nicht von der sich in der Frage enorm wichtigmachenden Menschheit. Die Welt ist n\u00e4mlich nicht in Gefahr. Sie existiert auch die n\u00e4chsten zwei Milliarden Jahre. Ob nun als Feuerball, Eiskugel oder Wasserballon, sie wird weiterhin unverdrossen um die Sonne kreisen. In akuter Gefahr sind wir, die Menschen und unser Lebensmodell. Was als Rettung der Welt bezeichnet wird, ist gro\u00dfer Selbstbetrug. Was wir retten und erhalten wollen, ist unsere Lebensart. Also genau jene Lebensweise, mit der wir unsere Lebensgrundlagen auf diesem Planeten Tag f\u00fcr Tag fatal und bewusst zerst\u00f6ren. Die Erde wird mit der Zerst\u00f6rung des Klimas und der Umwelt fertig. Sie wird mit uns fertig. Es ist menschliche Arroganz, uns immer wieder mit der Erde oder Welt gleichzusetzen.<\/p>\n<p>Wir Menschen halten uns f\u00fcr die Kr\u00f6nung der Sch\u00f6pfung und sind reinweg besoffen von unserer Einzigartigkeit. Dabei sind wir eher eine Peinlichkeit. Schmetterlinge sind sch\u00f6ner als wir, die Elefanten wesentlich st\u00e4rker und Bienen n\u00fctzlicher. Die Schweine sind anst\u00e4ndiger, die Ameisen flei\u00dfiger und die Delfine schlauer. Selbst Aasfresser erf\u00fcllen ihren Beitrag f\u00fcr das Gleichgewicht in der Natur. Alle leisten sie etwas f\u00fcr den Fortbestand von Natur und Umwelt auf diesem Planeten, den wir angeblich retten wollen. Der Beitrag der Menschen in Form von Geld, B\u00f6rse, Aktien, Goldbarren, Autos, Flugzeugen und tausenderlei weiterer angeblicher Wichtigkeiten sind Teile unseres Rettungsbeitrages. Regenw\u00fcrmer tragen mehr zum \u00d6kosystem bei als die auf Erden so gern bestaunte Kaste der Milliard\u00e4re. Schauen wir der Realit\u00e4t ins Auge. Niemand ist bereit, sein eigenes Leben radikal umzustellen, die gewohnte Lebensart \u00fcber Bord zu werfen. So werden wir weiter gro\u00dfe Worte ohne Taten \u00fcber uns selbst gie\u00dfen und mit der Hauptantriebsfeder des Menschen, der Gier und der Habgier fr\u00f6hlich dem Untergang entgegentanzen. Wenn die letzte Musik dann verklungen, werden wir die alte Prophezeiung des Volkes der Cree begreifen:<\/p>\n<blockquote><p>Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.<\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\"><em>*Beitragsbild: Alexander Antropov auf Pixabay<\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Metapher von der Rettung der Welt. Was meinen jene, die dieses Wort oft bis st\u00e4ndig im Munde f\u00fchren? 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