{"id":6805,"date":"2022-02-15T11:42:15","date_gmt":"2022-02-15T10:42:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.geradezu.de\/?p=6805"},"modified":"2022-02-21T10:24:29","modified_gmt":"2022-02-21T09:24:29","slug":"heeresgruppe-medien-spielt-krieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.geradezu.de\/?p=6805","title":{"rendered":"Heeresgruppe Medien spielt Krieg"},"content":{"rendered":"<p>Wenn deutsche Medien aus einem Sachverhalt nichts gelernt haben, dann aus der Geschichte. Nat\u00fcrlich nicht alle. Eine Minderheit versucht diesen Ansatz bis heute, zur Strafe finden sie daf\u00fcr keinen Ort, um sich noch Geh\u00f6r zu verschaffen. Gutes Beispiel die ausgewiesene Russlandexpertin Gabriele Krone-Schmalz. Ihre differenzierte Sicht auf die Russen und deren Geschichte nebst einem analytischen Blick in die Gemengelage um den Alleinherrscher Putin passt nicht in die Mainstream-Meinung des vor unser aller Augen aufgef\u00fchrten medialen Kriegstanzes. Somit findet Frau Krone-Schmalz also nicht statt. Die Ikonen des bundesdeutschen Journalismus nach 1945 wollten den Hugenberg-Geist, der l\u00e4ngst einigen ihrer Nachfahren wieder die Feder spitzt, endg\u00fcltig aus deutschen Redaktionen und K\u00f6pfen vertreiben. Mit Enthusiasmus gingen sie an dieses Werk. Heute bek\u00e4men von denen nur sehr wenige Geh\u00f6r, wohl kaum noch Anstellung. Stellvertretend f\u00fcr viele dieser Edlen des Berufsstandes seien Gert von Paczensky, Erich Kuby, G\u00fcnter Gaus, Claus Hinrich Casdorff, Carola Stern, G\u00fcnter Matthes, J\u00fcrgen Leinemann, Gunter Hofmann, Gerd Ruge, Wibke Bruhns und Klaus Bednarz genannt. Nat\u00fcrlich darf der grandiose Hermann L. Gremliza hier nicht fehlen. (Nachruf der \u201eJ\u00fcdischen Allgemeinen\u201c vom 23.09.2019: \u201eVielleicht der gr\u00f6\u00dfte Journalist des Landes.\u201c Absolut richtig. War er.)<\/p>\n<figure id=\"attachment_6956\" aria-describedby=\"caption-attachment-6956\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-6956\" src=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/GH-1024x576.png\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/GH-1024x576.png 1024w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/GH-300x169.png 300w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/GH-768x432.png 768w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/GH.png 1300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6956\" class=\"wp-caption-text\">Gigant seiner Zunft. Der Journalist Hermann L. Gremliza (1940 &#8211; 2019)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Entschuldigung in Richtung derer, die in dieser Aufz\u00e4hlung vergessen. Der verdienstvolle Spiegel, f\u00fcr ihn genannt sei hier Gr\u00fcnder und Herausgeber Rudolf Augstein sowie Erich B\u00f6hme, einer der besten Chefredakteure des Magazins, verst\u00e4rkte zumindest bis 1994 niemals den Trommelwirbel der Springer-Medien. (Augstein f\u00fcr den Spiegel und Nannen f\u00fcr den Stern schlugen sich einst durchaus mutig auf die Seite von Willy Brandt und dessen Reform- und Ostpolitik, als dieser bevorzugtes Opfer von Rufmordkampagnen des Springer Verlages und der CDU\/CSU war.) Einige der hier Erw\u00e4hnten hatten noch pers\u00f6nlich und ganz direkt kennengelernt, was Krieg \u00fcber Menschen und V\u00f6lker bringt. Da geht einem Kriegsgebr\u00fcll nicht so einfach von der Hand, wie es bei ihren derzeitigen Nachfahren der Fall. Heute ist ihr journalistisches Erbe weitgehend erloschen, der besagte Hugenberg-Geist dagegen wieder lebendig. Der Erzfeind nun nicht mehr Frankreich, sondern Russland und besonders ein gewisser Herr Putin.<\/p>\n<figure id=\"attachment_6845\" aria-describedby=\"caption-attachment-6845\" style=\"width: 302px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-6845\" src=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/412EUBxmPYL.jpg\" alt=\"\" width=\"302\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/412EUBxmPYL.jpg 302w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/412EUBxmPYL-181x300.jpg 181w\" sizes=\"auto, (max-width: 302px) 100vw, 302px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6845\" class=\"wp-caption-text\">Erich Kuby kannte den Krieg, weil er dessen Schrecken erlebte und diese schonungslos notierte. Ein Buch f\u00fcr die Ewigkeit.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der genannte Wladimir Putin nimmt in seiner Funktion als russischer Pr\u00e4sident augenblicklich gern an langen Tischen Platz und drapiert seiner Gespr\u00e4chspartner in riesiger Entfernung am anderen Ende, was weltweit der Satire T\u00fcr und Tor \u00f6ffnet. Solches musste der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident unl\u00e4ngst ertragen, aber auch Putins Au\u00dfenminister und seinem Verteidigungsminister erging es nicht besser. Schrulle oder gar Krankheit? Das Parkinson-Ger\u00fccht h\u00e4lt sich hartn\u00e4ckig im Netz. Eine unsinnige Herrschaftsgeste, \u00e4hnlich dem Hund vor den F\u00fc\u00dfen Angela Merkels? Oder hat er ganz einfach ein Ding an der Waffel? Nichts Genaues wei\u00df man nicht. (Georg III. hatte auch nicht alle Tassen im Schrank und herrschte dennoch von 1760 bis 1801 als K\u00f6nig des Vereinigten K\u00f6nigreichs Gro\u00dfbritannien und Irland.) Der russische Einmarsch in die Ukraine, immerhin ein riesiger Fl\u00e4chenstaat, scheint nach wie vor eher unwahrscheinlich. So man milit\u00e4rischer Logik folgt. Ein daraus resultierender und sich sehr lange ziehender Partisanenkrieg vor der Haust\u00fcr ist nicht in der russischen Interessenlage und immer gefahrvolles Feld f\u00fcr eine regul\u00e4re Armee. Vietnam und Afghanistan sind Beispiele, wohin so etwas f\u00fchren kann. Russische Gener\u00e4le werden das wissen, Putin wohl auch. In Moskau also dieser undurchsichtige Zar. Ein Blick \u00fcber den Atlantik. In Washington waltet ein sehr betagter alter Mann, dessen Absichten nur f\u00fcr naive Europ\u00e4er edelm\u00fctig. Dieser Joe Biden will unbedingt Nord Stream 2 beenden, was er in jeder Rede zum Thema Ukraine auch \u00e4u\u00dfert. Die russischen \u00d6llieferungen an die USA erw\u00e4hnt er grunds\u00e4tzlich nie. (Schaut man aktuell in die Vereinigten Staaten, erkennt man in Pr\u00e4sident Biden genau den Mann im Wei\u00dfen Haus, dessen Politik Donald Trump wieder ins Amt bringt. Auch eine Leistung.)<\/p>\n<p>In Peking derweil einer, der gerne Fu\u00dfballweltmeister w\u00e4re, vorher noch sein Land zur absoluten und alleinigen Nr. 1 auf unserem Globus machen m\u00f6chte. Jener Xi Jinping ist damit schon weiter, als uns allen lieb sein kann. (Die globale Vormachtstellung scheint wesentlich einfacher erreichbar als das Ding mit dem Fu\u00dfball.) Im Ukrainekonflikt wird er von ferne gen\u00fcsslich zuschauen, so oder so davon politisch und wirtschaftlich profitieren. Putin hat ihn schon aufgesucht und wird gute wie schlaue Gr\u00fcnde daf\u00fcr gehabt haben. Wahrlich alles keine heiteren Aussichten. Zu diesen diffusen Perspektiven kommt als phonetische Verst\u00e4rkung noch das Kriegsgeschrei aus deutschen Medienlanden. Was f\u00fcr Zeiten! Sind wir also bald alle im Krieg? Nat\u00fcrlich nicht. (Es sei denn, wir reden vom Krieg Reich gegen Arm, der st\u00fcndlich und t\u00e4glich sein Unwesen treibt.)<\/p>\n<figure id=\"attachment_6904\" aria-describedby=\"caption-attachment-6904\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-6904\" src=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/belgium-gde7f149a5_1280-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/belgium-gde7f149a5_1280-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/belgium-gde7f149a5_1280-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/belgium-gde7f149a5_1280-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/belgium-gde7f149a5_1280-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/belgium-gde7f149a5_1280.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6904\" class=\"wp-caption-text\">Erinnerung an 1. Weltkrieg. In vier Schlachten um Ypern f\u00fcr nur wenige Meter Landgewinn fielen 850.000 Menschen. (Foto: Pixabay)<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u00dcberfordert wie \u201eOtto Normalverbraucher\u201c, doch h\u00f6llisch elektrisiert von diesen Zeiten nat\u00fcrlich wieder die deutsche Medienlandschaft. In deutschen Medien werden pl\u00f6tzlich CIA Informationen als allein selig machende Wahrheit verbreitet. (Die Schablone Irak-Krieg l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen.) Diese so geheimen Infos, die rein zuf\u00e4llig auf allen Nachrichtenm\u00e4rkten dieser Welt verbreitet, lauten \u201eEinmarsch am Mittwoch\u201c, \u201e\u00dcberraschungseffekt\u201c und \u201eschneller Vorsto\u00df auf Kiew\u201c. Sie werden ohne Recherche umgehend zu rei\u00dferischen Schlagzeilen verwurstet. Man merkt die Absicht und ist verstimmt. W\u00e4hrend \u00fcbrigens der Tagesspiegel aus Berlin noch von Ukrainern berichtete, die der Meinung sind, die Russen werden nicht einmarschieren. Einen Krieg abblasen ist auflagentechnisch nat\u00fcrlich nichts im Verh\u00e4ltnis zu einem donnernden Kriegsbeginn. Den Hamburger Spiegel muss zumindest eine gewisse Peinlichkeit wegen dieser Propagandablasen im eigenen Politikteil erfasst haben. Daher lie\u00df man Alexander Kluge, den famosen Filmemacher und Schriftsteller, aus Anlass seines 90. Geburtstages (Chapeau und Happy Birthday) zum Thema Ukraine immerhin etwas Nachdenkliches anmerken:<\/p>\n<blockquote><p>Ich habe ein Buch \u00fcber den Kessel von Stalingrad geschrieben. Geografisch geh\u00f6rt Charkiw, die ukrainische Stadt, zum r\u00fcckw\u00e4rtigen Gebiet dieser Schlacht. Ich glaube nicht, dass man \u2013 aus gleich welchen Gr\u00fcnden \u2013 mit einer Erweiterung der Nato an einem Punkt so weit im Osten spielen sollte.<\/p><\/blockquote>\n<p>Manchmal sollten Politikredakteure in den Kulturteil ihres eigenen Blattes schauen und daraus etwas lernen. Von Peter Scholl-Latour h\u00e4tte man ebenfalls lernen k\u00f6nnen. Der sagte 2014:<\/p>\n<blockquote><p>Ich war in der Ostukraine, bis zur russischen Grenze, da ist man noch 300 Kilometer von Stalingrad entfernt. Das sollte einem doch zu denken geben.<\/p><\/blockquote>\n<p>In der bew\u00e4hrten Tiefe ihres Niveaus und an allen Fronten selbstredend das Organ der Niedertracht, nicht bereit irgendetwas zu lernen. Dort hei\u00dft es von hauseigenen Agitatoren, welche sich tats\u00e4chlich Reporter nennen: <em>\u201eBild wird die Ukraine niemals im Stich lassen\u201c<\/em> und noch draufgesetzt: \u201e<em>Bild berichtet live aus Kiew von der dort herrschenden Kriegsangst\u201c<\/em>. Wobei diese Schlussfolgerung jedem Dummbeutel eingeht. Wer Angst sch\u00fcrt, der berichtet halt dar\u00fcber. So f\u00fcttert man sich selbst. Wenn dabei eine vermeintliche Redaktion zu einer Heeresgruppe mutiert, muss man sich \u00fcber nichts mehr wundern.<\/p>\n<figure id=\"attachment_6848\" aria-describedby=\"caption-attachment-6848\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-6848\" src=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/russian-tank-gce72108a4_640.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"404\" srcset=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/russian-tank-gce72108a4_640.jpg 640w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/russian-tank-gce72108a4_640-300x189.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6848\" class=\"wp-caption-text\">Rollen russische Panzer wirklich bald in die Ukraine ein? (Foto: Alexsandr31 auf Pixabay)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Latente Kriegsrhetorik ist immer, was in der Natur der Sache liegt, von einer Art Hetze durchdrungen. Jene sprachliche Hetze findet nat\u00fcrlich im Inland l\u00e4ngst willige Abnehmer und trifft dabei nicht nur Russen, sondern auch andere ehemalige Alliierte im Kampf gegen Nazideutschland. Diese hatten sich schlie\u00dflich erdreistet, Adolf Nazi und seinen Verbrecherstaat zu besiegen. Tumbe wie auch berechnende Neonazis marschieren ungehindert mit Revanchegel\u00fcsten \u00fcber Deutschlands Stra\u00dfen und sind sprachlich nah bei jenen, die den Ukrainekonflikt f\u00fcr Kriegspropaganda ausquetschen. Diese N\u00e4he wollen beide Seiten nicht so gerne unter die jeweilige Nase gerieben bekommen. Zum Dresdner Gedenktag f\u00fcr die Opfer des Zweiten Weltkrieges lief das braune Gesindel wieder auf und sch\u00e4ndete mit seiner Teilnahme das Gedenken. Mit dabei hatten sie ein Plakat \u201eBombenholocaust\u201c in Anspielung auf den Luftangriff der Alliierten im 2. Weltkrieg auf Dresden. Zu dieser Plakat-Aktion sei hier das internationale Auschwitz-Komitee zitiert:<\/p>\n<blockquote><p>Ein sch\u00e4biger und hetzerischer Versuch nazistischer Gruppen, den Holocaust zu relativieren und \u00dcberlebende der Vernichtungslager in aller Welt zu verh\u00f6hnen. Emp\u00f6rend und v\u00f6llig unverst\u00e4ndlich f\u00fcr die \u00dcberlebenden, dass es immer noch keine einheitliche Strategie von Polizei und Staatsanwaltschaften gibt, dieser provokativen Verdrehung historischer Tatsachen gezielt entgegenzutreten. (Christoph Heubner, Internationales Auschwitz-Komitee)<\/p><\/blockquote>\n<p>Nach Einsch\u00e4tzung einer deutschen Staatsanwaltschaft in Sachsen bestand bei dem Transparent keine strafrechtliche Relevanz. Wie bitte??? Es verschl\u00e4gt einem die Sprache. <span class=\"hiddenSuggestion\">Wer sich \u00fcbrigens aufplustert, das eine, die sprachliche Kriegsraserei um den Ukrainekonflikt, h\u00e4tte mit dem anderen, der demagogischen Sprache dieser immer schamloser auf unseren Stra\u00dfen agitierenden Neonazis und ihrer Propaganda nichts zu tun, der sollte dar\u00fcber bitte noch einmal intensiv nachdenken. Ratsam w\u00e4re es, dabei die Geschichte helfend zu bem\u00fchen<\/span>. (Auch Victor Klemperers LTI ist im Buchhandel nach wie vor erh\u00e4ltlich.)<\/p>\n<figure id=\"attachment_6847\" aria-describedby=\"caption-attachment-6847\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-6847\" src=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/winter-g05557c65f_640.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/winter-g05557c65f_640.jpg 640w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/winter-g05557c65f_640-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6847\" class=\"wp-caption-text\">Nach einem jeden Krieg schaufelt man Gr\u00e4ber und z\u00e4hlt die Toten. (Foto: Jos Poelmans auf Pixabay)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Noch ein Blick zur\u00fcck. Am 22. Juni 1941 marschierten ca. 3 Millionen Wehrmachtssoldaten in 150 Divisionen, darunter 20 Panzerdivisionen in Russland ein, der damaligen Sowjetunion. Diese gigantische Wehrmacht musste erst besiegt werden, um dann dem deutschen Nazireich, dem Weltkrieg, dem V\u00f6lkermord und Rassenwahn ein Ende zu bereiten. Die Deutschen zahlten f\u00fcr den von ihnen losgetretenen verbrecherischen Angriffs- und Vernichtungskrieg einen hohen Preis. 5,5 Millionen Soldaten und 2,1 Millionen Zivilisten fielen ihm zum Opfer. Einen unendlich h\u00f6heren Preis f\u00fcr andere und sich selbst zahlten die Russen. Ihr Sieg, der entscheidend f\u00fcr den Ausgang des 2. Weltkrieges war, kostete Russland 24 Millionen Menschenleben (10 Millionen Soldaten, 14 Millionen Zivilisten.). Insgesamt wurden sch\u00e4tzungsweise mehr als 70 Millionen Menschen im 2. Weltkrieg get\u00f6tet. Im 1. Weltkrieg wurden 9 Millionen toter Soldaten und 6 Millionen tote Zivilisten gez\u00e4hlt. Nach 1945 sollen ca. 20 bis 30 Millionen Menschen in kleinen und gro\u00dfen Konflikten durch Krieg ihr Leben verloren haben. Diese kalten und dadurch besonders schrecklichen Statistiken und f\u00fcrchterlichen Zahlen sollten uns jeden Tag Mahnung sein. Bevor es zu sp\u00e4t ist.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Politik unserer Zeit gilt besonders, was der Milit\u00e4rreformer und General Carl von Clausewitz (1780 &#8211; 1831) einst den Milit\u00e4rs und Politikern seiner Zeit mahnend in die Stammb\u00fccher schrieb:<\/p>\n<blockquote><p>Nichts ist schwerer, als der R\u00fcckzug aus einer unhaltbaren Position.<\/p><\/blockquote>\n<p><em><span style=\"font-size: 10pt;\">*Titelbild: Umk\u00e4mpftes Pawlow-Haus in Stalingrad, Ruine\/Denkmal, (Foto: Vladimir Fill auf Pixabay)<\/span><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn deutsche Medien aus einem Sachverhalt nichts gelernt haben, dann aus der Geschichte. Nat\u00fcrlich nicht alle. 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