{"id":7781,"date":"2022-03-06T22:38:46","date_gmt":"2022-03-06T21:38:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.geradezu.de\/?p=7781"},"modified":"2022-03-10T15:05:04","modified_gmt":"2022-03-10T14:05:04","slug":"der-ball-ist-eckig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.geradezu.de\/?p=7781","title":{"rendered":"Von eckigen B\u00e4llen und runden Werten"},"content":{"rendered":"<p><span data-offset-key=\"5kfa3-0-0\">Borussia Dortmund, liebevoll auch BVB genannt, ein b\u00f6rsennotierter Fu\u00dfballveranstalter unter Herrschaft eines <\/span><span id=\"decorator-ignored-entity-id-128\" data-entity-key=\"128\" data-offset-key=\"5kfa3-1-0\"><span data-offset-key=\"5kfa3-1-0\">Gro\u00dft\u00f6ners<\/span><\/span><span data-offset-key=\"5kfa3-2-0\"> namens A. Watzke k\u00fcndigte einem gewissen G. Schr\u00f6der (Bundeskanzler a. D.) die Ehrenmitgliedschaft wegen dessen Russland-Jobs und einer Freundschaft zu W. Putin. Von beiden will dieser Altkanzler partout nicht lassen. So weit, so gut oder nicht gut. In der Erkl\u00e4rung war von den Werten die Rede, die der Fu\u00dfballverein BVB da f\u00fcr sich deklamierte und durch selbigen Schr\u00f6der verletzt sah. Ob es um moralische Eigenschaften oder den schn\u00f6den Mammon ging, so etwas kann man im Fu\u00dfball dieser Tage nur schwer auseinanderzuhalten. Anstand oder B\u00f6rse? Wer wei\u00df das im Profifu\u00dfball noch zu sagen. Von Werten spricht auch der Deutsche Fu\u00dfballbund, der Schr\u00f6der ebenfalls die Ehrenmitgliedschaft entziehen will. Beide, jener BVB und dieser DFB, hatten und haben keinerlei Ber\u00fchrungs\u00e4ngste, sich mit arabischen \u00d6l-Diktaturen aus Anlass von Trainingslagern oder Turnieren gemein zu machen. Dabei scheinen die Werte dann im Einklang. Womit auch immer. Wenn im Winter 2022 Katar zur Fu\u00dfball-WM l\u00e4dt, l\u00e4sst sich diese Wertegemeinschaft des DFB auf offener B\u00fchne bewundern. Solche Werte, nicht auf der Weltb\u00fchne, aber immerhin in den Weiten der nieders\u00e4chsischen Provinz, hat nat\u00fcrlich auch Hannover 96, sozusagen Schr\u00f6ders Heimatverein. Der Zweitligist will dem ehemaligen Ministerpr\u00e4sidenten und Altkanzler nun ebenfalls seine Ehrenmitgliedschaft entziehen. In Dortmund, Frankfurt und Hannover nat\u00fcrlich alles unter Seitenbegleitung des Organs der Niedertracht, die mit solchen Vorg\u00e4ngen ihrer Nahrung f\u00fcr das gesunde Volksempfinden die richtige W\u00fcrze geben. Ob an den Hannover 96 Besitzer und Alleinherrscher Martin Kind schon die Frage ergangen, was er mit seinen H\u00f6rger\u00e4tel\u00e4den in Russland macht, ist nicht bekannt. Diese wird er doch bestimmt umgehend schlie\u00dfen, da auch er ein Mann der Werte, sobald Schr\u00f6der herausgeworfen. Von den Spielchen der Kurzbehosten, wo nur noch der ungehemmte Gelderwerb rund l\u00e4uft, zu den wichtigen Dingen des Lebens.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_7803\" aria-describedby=\"caption-attachment-7803\" style=\"width: 555px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-7803\" src=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/640x360.jpg\" alt=\"\" width=\"555\" height=\"312\" srcset=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/640x360.jpg 555w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/640x360-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 555px) 100vw, 555px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-7803\" class=\"wp-caption-text\">Der Fu\u00dfball zwischen Kursen und \u201eWerten\u201c. (BVB Aktie)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Gerhard Schr\u00f6der muss sich, so er noch Medien, Zeitungen und Social Media R\u00e4ume registriert, ein wenig wie Liebknecht und Luxemburg vorkommen. Die aktuellen Schlagzeilen, Tweets und Meinungs\u00e4u\u00dferungen \u00fcber und gegen den alten Fu\u00dfballer Schr\u00f6der, der in jungen Jahren \u201eAcker\u201c genannt wurde, kommen jedenfalls mit dem Furor der Marke Noske und Hugenberg daher. Wenn wir doch nur alle so konsequent an den Pranger stellen w\u00fcrden, die mit Lumpen Freundschaft halten und dabei dicke Gesch\u00e4fte machen. Aber auch da blicken das mediale und das gesunde Volksempfinden auf einem Auge tr\u00fcber als auf dem anderen. Pech f\u00fcr Schr\u00f6der. Hinter ihm die Trommeln der Eiferer, der Moralisten, auch vieler Anst\u00e4ndiger und einiger Unanst\u00e4ndiger. Es gibt eben eine Menge H\u00fchner zu rupfen, wenn es um die Person Gerhard Schr\u00f6der geht. Der konnte immer austeilen, nun muss er m\u00e4chtig einstecken. An einem f\u00fcrstlich bezahlten Job in Russland und an Putin als Kumpel festhalten ist eine Nummer zu dicke. Schlimmer kann man damit dieser Tage auf der Beliebtheitsskala nicht nach unten durchgereicht werden. Jetzt ist er in der Sympathie-Tabelle akut in Abstiegsgefahr. Wohl gemeinsam mit einem emeritierten Papst. Sicher kein wirklicher Trost. Diejenigen, die also den alten Altkanzler indessen im Visier haben, der Fu\u00dfball ist ihnen schon dienstbar zur Hand gegangen, sind noch nicht zufrieden. Sie wollen mehr. Raus aus der SPD, raus aus dem Spielfeld derer mit Werten und Moral, der es ja aktuell angeblich ca. 80 Millionen gibt. Au\u00dfer eben Schr\u00f6der und vielleicht noch Wagenknecht, die Gattin eines <span class=\"hiddenSpellError\">Ex-Genossen<\/span> von Gerhard Schr\u00f6der. Ironie der Geschichte. Am besten raus aus dem guten Deutschland. Doch immer sch\u00f6n der Reihe nach. Daher zuerst die alte Tante SPD.<\/p>\n<p>Passend zu der Angelegenheit Meldungen im Stundentakt, was die Deutschen gerade \u00fcber Schr\u00f6der denken, was die SPD Mitglieder wollen, was jetzt, k\u00fcnftig und \u00fcberhaupt so gedacht wird und gedacht werden soll und dergleichen mehr. Meinungsumfragen sind ja immer Meinungsmache und liefern, was bestellt. Die gro\u00dfe Mehrheit der SPD Mitglieder will laut solcher Art Meinungsumfragen den Genossen Schr\u00f6der aus der Partei werfen. Als Gerhard Schr\u00f6der das Land dem Neoliberalismus auslieferte, den Sozialstaat mit der Abrissbirne anging, Hartz IV und die Agenda 2010 in die Spur setzte, Deutschland in den Jugoslawienkrieg befahl, da wollte ihn niemand aus der SPD ausschlie\u00dfen. Aus Partei, Land und dem Kreis der besseren Deutschen sollte er auch nicht verjagt werden. Bis auf einige Gewerkschafter und Protestierer vom linken Rand, deren Rumoren hierzulande allerdings noch nie etwas z\u00e4hlte. Die gro\u00dfen Konzernmedien und deren Angestellte fl\u00f6teten ihm dagegen fast schon verliebt zu. Zum Reformer wurde er medial gesalbt. Sozialabbau, Kalter Krieg gegen die Unterschicht, Neoliberalismus und echter Krieg bringen einem in bestimmten Kreisen immer Punkte und Applaus in Davos. Lang ist es her. Jetzt also die SPD im Anti-Schr\u00f6der-Modus, den sie vorher nie gefunden. Diese SPD l\u00e4sst sich recht gut mit dem BVB vergleichen, es fehlen ihr nur noch Werte an der B\u00f6rse und die kurzen Hosen. Zumindest f\u00fcr diese steht ihr Generalsekret\u00e4r.<\/p>\n<figure id=\"attachment_7802\" aria-describedby=\"caption-attachment-7802\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-7802\" src=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/spd-Logo.png\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"445\" srcset=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/spd-Logo.png 800w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/spd-Logo-300x167.png 300w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/spd-Logo-768x427.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-7802\" class=\"wp-caption-text\">Genossen bald ohne Gerhard Schr\u00f6der in der rauen Welt?<\/figcaption><\/figure>\n<p>Jener Genosse, der sich in irgendeinem Ortsverein der Sozialdemokratie aufmachte, ein Ausschlussverfahren gegen Gerhard S. aus Hannover in Gang zu setzen, lobt sich daf\u00fcr auf Twitter selbst und nennt sich dort \u00fcbrigens \u201eDemokratischer Sozialist\u201c. Wie ein demokratischer Sozialist in die SPD geraten, dar\u00fcber kl\u00e4rt der ansonsten sehr Mitteilsame seine Follower nicht auf. Was w\u00fcrde wohl Tucholsky zu alldem sagen und schreiben? Jedenfalls hat dieser, also der Genosse, nicht Tucholsky, gerade seine 15 Minuten Ruhm und Schr\u00f6der am Ende vielleicht kein Parteibuch mehr. Das Organ der Niedertracht schreibt mittlerweile huldvoll von der \u201estolzen SPD\u201c. Fr\u00fcher schrieben sie beim R\u00fccktritt von Willy Brandt noch \u201eBrandt gel\u00f6scht\u201c und auf dem Weg dahin Schlimmeres. Wie sich die Zeiten \u00e4ndern. Unter den Pharis\u00e4ern im Feld der Schr\u00f6der-J\u00e4ger sind \u00fcbrigens vor allem jene besonders auff\u00e4llig, die ihm 2003 ver\u00fcbelt haben und t\u00e4glich daraus Schlagzeilen bastelten, dass er Deutschland nicht in den Irak-Krieg marschieren lie\u00df. Nur ist deren Ged\u00e4chtnis wie Verantwortungsgef\u00fchl eben in eigener Sache nicht so ausgepr\u00e4gt wie ihre Geltungssucht. Deswegen schreiben sie Zeitungsseiten voll, krampfen sich um Mikrofone, reden in Talkshows die Zeit runter und befeuern latent das gesunde Volksempfinden mit Meinungen, die immer als unumst\u00f6\u00dfliche und reine Wahrheiten verkauft werden. Medien sind jedenfalls im Modus Abrechnung, auch Angela Merkel kommt langsam in deren Visier. Es gilt eben alte Rechnungen zu begleichen. Man muss dazu nur in die Social Media R\u00e4ume blicken, wo sich neue Medienarbeiter, die das dortige Metier beherrschen, weil es altersm\u00e4\u00dfig zu ihnen passt, mit den abgestandenen Altkadern der deutschen Medienlandschaft in einer sehr vereinheitlichten <span class=\"hiddenSpellError\">Parolensprache<\/span>\u00a0\u00fcberbieten und sich f\u00fcr angesagt halten, weil sie der Mehrheit zu Munde fl\u00f6ten. So einfach regelt sich die Welt in manchen K\u00f6pfen. In diese eifernden K\u00f6pfe nur zwei Fragen auf den Weg. Verkauft die deutsche (westliche) Autoindustrie ab sofort keine Gel\u00e4ndewagen, Nobelkarossen und SUVs mehr an reiche Russen und schlie\u00dft daher wertebasiert ihre Salons in Russland? Und wann lesen wir Konsumenten\u00a0in deutschen Medien die seri\u00f6se und solide recherchierte Liste aller Unternehmen, die aktuell und k\u00fcnftig Milliardengesch\u00e4fte mit Putins Russland machen?<\/p>\n<figure id=\"attachment_7798\" aria-describedby=\"caption-attachment-7798\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-7798\" src=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/gmc-yukon-2831791_1280-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/gmc-yukon-2831791_1280-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/gmc-yukon-2831791_1280-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/gmc-yukon-2831791_1280-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/gmc-yukon-2831791_1280-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/gmc-yukon-2831791_1280.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-7798\" class=\"wp-caption-text\">Hauptsache gro\u00df und teuer. Accessoire reicher Russen rund um den Globus. (Foto von Pixabay)<\/figcaption><\/figure>\n<p>In einer Welt, wo die \u201eMassenverbl\u00f6dung\u201c (O-Ton: Peter Scholl-Latour) voranschreitet und durch den Neoliberalismus bef\u00f6rdert wird, lesen sich Meldungen und Artikel l\u00e4ngst wie PR-Brosch\u00fcren aus Konzernzentralen. Die Branche Medien nicht auf der H\u00f6he der Zeit, aber auf dem Kutschbock der Meinungs- und Stimmungsmache. Nicht ganz neu. In den letzten Jahrzehnten hielten deutsche Medien ein ungeschriebenes Gesetz hoch. Hermann L. <span class=\"hiddenSpellError\">Gremliza<\/span>, von Rudolf Augsteins \u201eSpiegel\u201c kommend, seit 1974 Herausgeber der linken Monatszeitschrift \u201eKonkret\u201c wurde niemals zitiert. (\u201eVielleicht der beste Journalist des Landes\u201c schrieb die \u201eJ\u00fcdische <span class=\"hiddenGrammarError\">Allgemeine<\/span>\u201c aus Anlass von dessen Tod 2019.). <span data-offset-key=\"4din2-0-0\">F\u00fcr die bewusste Ignoranz der Konzernmedien gab es einige Gr\u00fcnde. Dieser famose Kerl war nat\u00fcrlich zu schlau f\u00fcr viele seiner Leser, denen er die Leviten las, wenn sie wieder Deutscht\u00fcmelei oder linkes Sektierertum an den Tag legten. Er hatte auch keine Probleme, seiner eher linken Klientel den Spiegel vorzuhalten und ihnen ihre Spie\u00dfergesinnung um die Ohren zu hauen. K\u00fcndigten dann scharenweise Abonnenten, legte <\/span><span id=\"decorator-ignored-entity-id-215\" data-entity-key=\"215\" data-offset-key=\"4din2-1-0\"><span data-offset-key=\"4din2-1-0\">Gremliza<\/span><\/span><span data-offset-key=\"4din2-2-0\"> deutlich nach, damit ihn auch jeder versteht und verlor dadurch noch mehr K\u00e4ufer. So etwas nannte man einst einen Unbestechlichen.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_7805\" aria-describedby=\"caption-attachment-7805\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-7805\" src=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/HLG-1024x576.png\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/HLG-1024x576.png 1024w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/HLG-300x169.png 300w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/HLG-768x432.png 768w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/HLG-1536x864.png 1536w, https:\/\/www.geradezu.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/HLG.png 1668w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-7805\" class=\"wp-caption-text\">Journalist Hermann L. Gremliza (1940 &#8211; 2019). (Screenshot TV-Interview)<\/figcaption><\/figure>\n<p><span class=\"hiddenSpellError\">Gremliza<\/span>\u00a0war allerdings auch auff\u00e4llig schlauer und im Metier sehr viel besser als jene, die sich h\u00fcteten, diesen Mann zu zitieren. (Augstein h\u00e4tte ihn gerne zu seinem Nachfolger beim Spiegel gemacht, er wusste was\u00a0<span class=\"hiddenSpellError\">Gremliza<\/span> konnte. Nat\u00fcrlich mussten sich zwei solche Kaliber und Egomanen irgendwann \u00fcberwerfen.) Seine handwerkliche \u00dcberlegenheit nahmen sie ihm durch Ignoranz \u00fcbel. Er ignorierte sie auch, aber nicht ihre Arbeit. Die nahm er in seiner Rubrik \u201e<span class=\"hiddenSpellError\">Gremlizas<\/span> Express\u201c unter die Lupe und verteilte dann Beurteilungen, in denen las man vom \u201eReklamejargon\u201c, \u201eGemisch aus unbeholfenem Gestammel\u201c \u201e<span class=\"hiddenSpellError\">Technokratendeutsch<\/span>\u201c und \u201e<span class=\"hiddenSpellError\">Gesinnungslumperei<\/span>\u201c. Jene, die dieses alles pflegten, es bis heute t\u00e4glich wie eifrig anbieten, waren dar\u00fcber <span class=\"hiddenSpellError\">not<\/span>\u00a0<span class=\"hiddenSpellError\">amused<\/span>. Im Hauptgesch\u00e4ft kommentierte\u00a0<span class=\"hiddenSpellError\">Gremliza<\/span>\u00a0grunds\u00e4tzlichen die aktuellen Verbrechen dieser Welt und machte vor den Wirtschaftseliten so wenig halt wie vor den Niedertr\u00e4chtigkeiten deutscher und internationaler Politik. So einen kann man nat\u00fcrlich nicht zitieren. Wo k\u00e4men wir da hin! Ob Hermann L.\u00a0<span class=\"hiddenSpellError\">Gremliza<\/span>\u00a0es je in eine Pressemappe von Gerhard Schr\u00f6der schaffte, ist an dieser Stelle nicht bekannt.<\/p>\n<p>Hermann L. Gremliza:<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass alles gut sei, solange man die Nachricht sorgf\u00e4ltig vom Kommentar trenne, lautet ein Glaubenssatz des Journalismus. Als\u00a0 sei nicht die Nachricht selber, durch Auswahl\u00a0 aus Hunderten anderer, durch Betonung dieses Aspekts\u00a0 und Vernachl\u00e4ssigung jenes, so zuverl\u00e4ssig von Meinung befallen wie das Batteriehuhn von Salmonellen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Borussia Dortmund, liebevoll auch BVB genannt, ein b\u00f6rsennotierter Fu\u00dfballveranstalter unter Herrschaft eines Gro\u00dft\u00f6ners namens A. Watzke k\u00fcndigte einem gewissen G. Schr\u00f6der (Bundeskanzler a. 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